In einem spielerischen Sinne stellt Jean-Luc Cornec
das System ins Zentrum seines künstlerischen
Schaffens: wie z.B. chirurgische Eingriffe in
Regelsysteme stellt er diese auf den Prüfstand.
Es geht ihm dabei sowohl um die Frage der
Willkürlichkeit und damit der Entstehung der
unser Leben regelnden Systeme – das weite Feld
der Linguisten, Semiotiker und Philosophen – als
auch um die unendlichen Möglichkeiten, die das
Experiment aufzuzeigen vermag. Dem Betrachter
ermöglicht er dabei, die ins Visuelle umgesetzten
Experimente zu erfassen und das ganze Reich der
möglichen Konsequenzen gedanklich abzuschreiten.
Dass dabei Humor, ja auch Witz eine Rolle spielen,
ist der Vorgehensweise immanent, lässt sich ganz
unabhängig von der Person des Künstlers nicht
vermeiden. Und fast unmerklich, spielerisch, stellt diese
Vorgehensweise auch den Akt des
Wahrnehmens auf.